Ein HOCHTIEF Tochterunternehmen

Nachhaltig laden in Oldenburg: neuer Schnellladepark am Netz

Mit einem neuen Schnellladepark erweitern EWE Go und HOCHTIEF die öffentliche Ladeinfrastruktur im Nordwesten Deutschlands. Mit zwölf Schnellladepunkten ist der Standort der bislang größte überdachte Ladepark in der Heimatstadt von EWE Go. Geladen wird mit bis zu 400 kW je Ladesäule und damit in weniger als 30 Minuten.

Alltagsnah geplant, verkehrsgünstig und gut erreichbar

Der Ladepark liegt direkt am Bahnhof Oldenburg-Wechloy, neben dem Famila Einkaufsland und an der Autobahn A28. Wer hier lädt, kann die Zeit für einen Einkauf oder eine kurze Pause nutzen, statt sie im Auto abzuwarten.

„Die Mobilitätswende braucht nicht nur Technologien, sondern leistungsfähige Infrastruktur. HOCHTIEF übernimmt hier Verantwortung und bringt seine Erfahrung im Tief- und Infrastrukturbau gezielt in den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur ein”, betonte Piotr Soltyski, Geschäftsführer von HOCHTIEF Ladepartner, bei der Eröffnung.

Auch Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hob die Bedeutung für die Stadt hervor. „Ich freue mich sehr darüber, was EWE Go und HOCHTIEF hier für alle Oldenburgerinnen und Oldenburger geschaffen haben. Der neue Ladepark ist ein wichtiger Schritt für den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur und für klimafreundliche Mobilität in unserer Stadt. Damit machen wir Oldenburg und die Region fit für die Zukunft.”

Nachhaltige Dachkonstruktion als Teil des Gesamtkonzepts

Was den Standort auf den ersten Blick von anderen unterscheidet, ist sein Dach. Rund 3.000 Meter verlegtes Kabel, über 11.000 Kilogramm verbautes Holz und mehr als 270 Quadratmeter Solar-Panels stecken darin. Es schützt vor Wind und Wetter und unterstreicht zugleich den nachhaltigen Gedanken des gesamten Projekts.

Dahinter stehen zwei spezialisierte Partner. Die Fundamente stammen vom niederländischen Familienunternehmen Bosch Beton, das im europäischen Raum als einer der Vorreiter für nachhaltige Betonherstellung gilt. Die Dachkonstruktion fertigte die RSB Rudolstädter Systembau GmbH, ein international tätiges Unternehmen für innovative Systemlösungen. Gemeinsam entstand eine Konstruktion aus nachhaltigem Holz und einer CO₂-reduzierten Betonmischung, ergänzt durch Photovoltaikmodule aus deutscher Herstellung. So schützt das Dach nicht nur, sondern erzeugt zugleich Strom direkt vor Ort.

Damit diese Energie auch sinnvoll ankommt, sorgt ein intelligentes Energiemanagement des EWE-Unternehmens be.storaged für die Verteilung. Über die Software Okean wird die verfügbare Netzleistung dynamisch und in Echtzeit auf die einzelnen Ladepunkte aufgeteilt. Das verhindert eine Überlastung und nutzt die vorhandene Energie so effizient wie möglich.

Gemeinsam in die Zukunft

Unter diesem Motto stand die Eröffnung in Oldenburg. Zu den Gästen zählten unter anderem Landrätin Karin Harms, Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Zukunftsforscher Tristan Horx sowie die TV-Moderatorin Ilka Groenewold. In einem Panel Talk diskutierten sie gemeinsam mit der Geschäftsführung von EWE Go und HOCHTIEF über die Zukunft der Mobilität.

„Mit dem neuen Schnellladepark in Oldenburg ist ein echtes Herzensprojekt realisiert worden. Nicht nur, weil EWE Go und HOCHTIEF nun auch in der Heimatstadt von EWE und EWE Go zu Hause sind, sondern auch, weil wir damit einen weiteren Schritt für die Verkehrswende und die Klimaneutralität Deutschlands gegangen sind”, sagte Christian Friege, Marktvorstand bei der EWE AG.

Zukunftsforscher Tristan Horx ordnete das Projekt in ein größeres Bild ein. Der Ladepark sei ein Symbol für eine zukunftsgerichtete Mobilität, der wichtigste Wandel sei jedoch ein Mentalitätswandel, denn Technologie allein reiche nicht. Mobilität werde situativ, hybrid, vernetzt und nutzerzentriert und damit zunehmend Teil des gesamten Energiesystems.

Teil des Deutschlandnetzes und Beitrag zum flächendeckenden Ladeangebot

Der Ladepark in Oldenburg ist einer von über 30 Projekten, die EWE Go und HOCHTIEF im Rahmen des vom Bundesministerium für Verkehr initiierten Deutschlandnetzes bereits errichtet haben. Bis Ende des Jahres werden es rund 60 Standorte sein. Der Fokus liegt dabei auf Orten, an denen öffentliche Lademöglichkeiten bisher nicht zum gewohnten Bild gehörten, sowie auf kleineren und mittelgroßen Städten wie Oldenburg.

Den Rahmen dafür setzte eine Ausschreibung des Bundesverkehrsministeriums über fast 9.000 Schnellladepunkte an rund 1.000 Standorten. EWE Go und HOCHTIEF erhielten Ende 2023 den Auftrag, gemeinsam rund 850 Ladepunkte in den Regionen Nord-West und West zu realisieren, von der Finanzierung über Planung und Bau bis zum Betrieb. EWE Go verantwortet dabei die technische Umsetzung und den laufenden Betrieb, HOCHTIEF bringt seine umfassende Erfahrung als Infrastrukturdienstleister in die Planung und Errichtung ein. Standort für Standort entsteht so ein Netz, das Elektromobilität im Alltag selbstverständlich macht.