- Pressemitteilung
Grünes Licht für ViA15: HOCHTIEF-Konsortium finalisiert Finanzierung
Lückenschluss im europäischen Autobahnnetz
- Unterzeichnung der Finanzierungsverträge für das A15-Projekt in den Niederlanden
- Vertragsmodell sichert Bau und 20-jährigen Betrieb aus einer Hand
- Wichtige Entlastung für die Region Arnheim-Nimwegen und Stärkung der Logistikachse Rotterdam-Deutschland
Startsignal in den Niederlanden: Das Konsortium GelreGroen und die niederländische Straßen- und Wasserbaubehörde Rijkswaterstaat haben am Dienstag (9. Dezember) den Financial Close für das Projekt ViA15 erreicht. Damit sind die finanziellen Voraussetzungen geschaffen, um die A15 um zwölf Kilometer zu verlängern und Teile der A12 sowie der bestehenden A15 zu verbreitern. HOCHTIEF PPP Solutions realisiert das Vorhaben gemeinsam mit den Konsortialpartnern Besix, Dura Vermeer, John Laing und Van Oord. Das Projekt umfasst neben Planung und Bau auch die Finanzierung sowie die Instandhaltung der Strecke über einen Zeitraum von 20 Jahren. Der Baubeginn ist für Anfang 2026 terminiert, die Verkehrsfreigabe soll Ende 2031 erfolgen.
Lebenszyklus im Fokus
„Infrastrukturprojekte dieser Größenordnung funktionieren heute nur noch ganzheitlich. Wer sie realisiert, sollte sie auch über Jahrzehnte effizient betreiben können“, erklärt Peter Coenen, Geschäftsführer von HOCHTIEF PPP Solutions. „Diese Verantwortung verlangt von allen Beteiligten, schon bei der Planung an den Betrieb im Jahr 2051 zu denken. Das steigert die Bauqualität und sichert der öffentlichen Hand langfristige Kosteneffizienz.“
Das Projekt adressiert ein massives Engpassproblem im europäischen Güterverkehr. Das Straßennetz rund um Arnheim ist überlastet, was die wirtschaftliche Entwicklung der Region bremst und zu täglichen Staus auf der A12, A50 und N325 führt. Durch den Lückenschluss entsteht eine direkte Verbindung zwischen dem Hafen von Rotterdam und Deutschland. Das verbessert die Erreichbarkeit der Regionen Liemers und Achterhoek und erhöht die Verkehrssicherheit durch die Entflechtung von Durchgangs- und Regionalverkehr.
45 neue Brücken und ein grünes Konzept
Die technische Dimension des Projekts ist komplex: Es umfasst zehn Verkehrskreuzungen und 45 Brückenbauwerke, darunter eine neue Querung des Pannerdensch-Kanals. Ein Schwerpunkt liegt auf der Integration der Autobahn in die Umwelt. Unter dem Namen „GelreGroen“ setzt das Konsortium ein „nature inclusive Design“ um. Dies beinhaltet neben Lärmschutzmaßnahmen und der effizienten Wiederverwendung von Materialien auch den Bau einer schnellen Radroute parallel zur Autobahn im Auftrag der Provinz Gelderland.
Die Finanzierung des Projekts wird von einem Bankenkonsortium aus zwölf Instituten, darunter die Europäische Investitionsbank (EIB), getragen. Damit steht das Investitionsvorhaben auf einem breiten und tragfähigen finanziellen Fundament. Nachdem der niederländische Staatsrat die Streckenentscheidung im Oktober 2024 bereits für unwiderruflich erklärt hatte, sind mit dem nun erreichten Financial Close alle Hürden für den operativen Start genommen.